Projekt #Eva.2020.

Oder #DieStaunende – Part II – Schon immer eigentlich eine Art Selbstbildnis-Reihe

Denn Staunen finde ich wichtig, tue ich immer wieder und freue mich immer wieder darüber, dass ich es noch kann!

Die erste Reihe der Staunenden, #dieStaunende – Part I, mit der kleinen Skulptur, die ich als Geschenk erhielt, hat in mir einfach die Lust erweckt, sich dem Thema Staunen zu widmen…und dabei begeistert auch das wichtige Thema Humor bei der Inszenierung mit einbezogen, nicht zu vergessen, die großartige Begegnung mit der Augmented Reality, die ich immer wieder auch zukünftig mit in meine Arbeit einbeziehen werde.

Aus privaten Gründen habe ich diese erste Serie Fotos beendet und die erste Staunende im Feuer vergehen lassen mit dem Wissen, dass aus Allem etwas Neues entsteht. Nicht umsonst ist auf meiner linken Schulter ein Phoenix tätowiert….

Aus einer Wachsplatte entstand….

Nun habe ich meine neue Staunende entstehen lassen. Erst habe ich ein Wachsmodell erarbeitet, dann diese kleine Skulptur im 3-D-Drucker entstehen lassen und schließlich konnte ich ihr dann auch wieder herrlich handwerklich mit dem Dremel den letzten Schliff beibringen.

…..dieses Wachsmodell (mit Scanspray eingesprüht)

Und diese kleine Figur, das bin wirklich ich, nicht, weil sie so aussieht wie ich, aber, weil ich sie entstehen lassen habe, weil ich sie eben nicht perfekt gemacht habe, sondern sie etwas schief und nicht symmetrisch in der Welt steht. Sie wirkt nicht grazil, sondern etwas „robust“, die Hände wirken definitiv so, als auch ihr hin und wieder die Gläser, Becher oder Teller zu Boden fallen, sie hat den Blick nach oben gerichtet, weil sie Dinge sieht, die andere vielleicht nicht sehen oder bemerken, auch wenn sie deshalb manchmal strauchelt oder stolpert über die naheliegenden Dinge vor ihrer Nase.

no comment….

Und deshalb nenne ich diese kleine Skulptur meine Eva.2020. – im Gegensatz zu meiner wunderschönen Eva.2016., die eine Fülle meiner Gedanken auf ihrem Körper trägt – und die großartiger Weise immer die gleiche Taillenweite haben wird, egal wie alt sie wird. Meine Eva.2020 wird mich die nächsten Jahre begleiten, denn ich werde sie aktiv an meinem Leben beteiligen. Nicht nur die kleinen Dinge werden bestaunt, sondern auch auf Reisen wird sie mich begleiten und mein Staunen auf künstlerische Art und Weise darstellen.

Und darauf freue ich mich wirklich sehr. Ich freue mich auf die Herausforderung, aus der Fülle der Reisefotografien diejenigen herauszufiltern, die es wert sind, in einem Buch präsentiert zu werden, Inszenierungen zu präsentieren, die die Betrachter zum Nachdenken, Schmunzeln, Diskutieren, Lachen, Schimpfen bringen, das Medium zu finden, das diese Art der Fotografie perfekt unterstützt, den langen Atem zu haben, den man braucht, um so ein Projekt wirklich durchzustehen und ich freue mich noch viel mehr auf die tiefe innere Freude, die ich empfinden werde, wenn es mir gelingt, immer wieder während der oft mühsamen Arbeit mit Arbeiten, die „naja, ganz ok“ sind, die Highlights zu entdecken.