Eva.2016 – Projekt DADA

  Dies ist meine Arbeit zur großen Gemeinschaftsausstellung zu der die großartige Künstlerin Martina Unterharnscheid 2016 eingeladen hatte.

Ausstellung „Broken Words – 100 Jahre DADA. Mehr als 40 Künstler aus ganz Europa hatten sich dem Thema und der Ausschreibung gestellt. Ich war begeistert, teilnehmen zu dürfen, denn auch damals hatte ich große Lust, aus dem engen Käfig der „anerkannten zeitgenössischen Kunst“ auszubrechen.

Was genau ist denn eigentlich Dada?
Dadaismus oder Dada ist eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 gegründet wurde.

Dada ist eigentlich fast unmöglich in einer einzigen Definition zu erklären. Die Bewegung gilt aber gemeinhin als anti-bürgerlich, anarchisch und Dada-Kunst als unsinnig, verrückt und wild. Die Kunstbewegung wurde 1916 von Hugo BallEmmy HenningsTristan TzaraRichard HuelsenbeckMarcel Janco und Hans Arp in Zürich begründet. In einer Art Rausch experimentierten die Dadaisten mit verschiedenen Stilen, Materialien und Formen. Als Hugo Ball erstmals  «Verse ohne Worte» – sogenannte Lautgedichte – vortrug, erhielt der Dadaismus etwas Mystisches und wurde für manchen Dadaisten zur Religion. Sie waren die ersten Performance-Künstler, erfanden neben dem Lautgedicht auch das Simultangedicht (mehrere Sprecher tragen gleichzeitig Verse in verschiedenen Sprachen und Tempi vor) und waren Vorreiter des Surrealismus und der heutigen Slam Poetry.

Auch die Collage wurde von den Dadaisten gerne verwendet.  Die dadaistische Revolte gegen gegen die Gesellschaft und das Wertesystem wurden durch satirische und übertrieben verwendete traditionelle Kunstformen ausgedrückt. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst aus.

Bei meiner Recherche bin ich auf das Lautgedicht „Das große Lalula von Christian Morgenstern gestoßen. Er hatte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts an der Lautpoesie gearbeitet, war also ein Wegbereiter für die Dadaisten. Ich war von dem Gedicht begeistert und wollte es in irgendeiner Art und Weise in meine Arbeit zum Thema einbauen. Das ist nun das Ergebnis: Mein Avatar Eva.2016 mit dem schönen Namen Die große LaLeLiLoLu.    
Eine Schaufensterpuppe, die nicht altert, immer die gleiche Taillenweite hat, statt Händen Federn, weil ich so gern einmal das Gefühl des Fliegens spüren würde, und die meine Einstellung zu den Themen La-chen, Le-ben, Li-eben, Lo-gik, Lu-st in Form von Zitaten, die mich gefunden haben und die ich toll finde, auf ihrem Körper präsentiert.

                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann habe ich die Schaufensterpuppe einfach in dem Veranstaltungsraum platziert. Ohne großartigen Hinweis, und wie man sieht, ist Die große LaLeLiLoLu auch wunderbar in die Besucherschar integriert worden. Genauso hatte ich mir das gewünscht. 

 Hier ein paar Detailaufnahmen – Mit Klick auf das Vorschaubild erhalten Sie eine größere Ansicht.