Philosophie

Kunst.Projekte.Fotografie

Leopoldi-Art – ein schönes bilinguales Wortspiel… Leopoldi-Art steht nicht nur für meine Internationalität, sondern beschreibt auch die typisch “leopoldianische” Art und Weise, mit der ich mit meiner Arbeit Geschichten erzähle.


Was genau ist aber nun diese Leopoldi-Art? Malerei? Fotografie? Digitale Kunst? Kunstprojekte?

Ja! Genau das.


Leopoldi hat sich schon immer als Sammlerin bezeichnet. Sie sammelt Bilder, Bücher, Artikel, Eindrücke, Erlebnisse, ist neugierig auf die Welt und begeistert sich für vieles Neue. Denn sie ist sich sicher, dass ein Mensch, der arm an äußeren und inneren Reizen und Erlebnissen ist, gar nicht genug Material haben kann, um neue Ideen oder Projekte zu entwickeln. Und sie braucht diese Herausforderungen, um auch Grenzen überschreiten zu können. Und sie will erzählen.

Erzählende Kunst – im Gegensatz zu den Literaten kann man als Bildender Künstler nur Andeutungen machen. Titel sind ein wichtiger Teil, um den Betrachtern auf die Sprünge zu helfen…. Und die Gegenständlichkeit eines Werkes natürlich auch. Aber mehr wird nicht angeboten, Form, Farbe, Titel, Dimension, Inszenierung, Medium, Präsentationsort.

Aber liegt nicht gerade darin der Reiz? Die Betrachter werden eingeladen, ihre eigenen Gedanken zu spüren, sofern sie sich darauf einlassen und nicht einfach nur die Geschichten der Künstler oder Ausstellungsführer oder Galeristen anhören wollen (– was natürlich auch legitim ist, und ehrlich gesagt auch Spaß macht….)

Aber Leopoldi findet es toll, wenn die Menschen, die sich für ihre Arbeit interessieren, zuerst allein Verbindung zu den Werken aufbauen würden, und dann erst das Gespräch mit ihr, dem Galeristen oder Ausstellungsleiter suchen.

Das wäre das Optimum für jeden Künstler. Aber wir Künstler müssen es auch aushalten, dass es anders kommt. Dass kein Interesse aufkommt, dass Ablehnung spürbar, manchmal auch hörbar ist, dass der Blickkontakt mit dem Kunstwerk keine 10 Sekunden dauert.

Die Künstlerin macht Kunst, weil sie ständig Neues lernen kann, weil es sie fokussiert, weil sie sich ich in Gedanken verlieren kann, weil sie gezwungen ist, das, was sie erzählen möchte, zu visualisieren.

Und ja, natürlich möchte sie, dass sie über, mit ihrer Arbeit kommunizieren kann, dass Gespräche stattfinden, dass Feedback kommt, dass sie als Künstler wahrgenommen wird.

Aber sie könnte auch nicht keine Kunst machen, wenn sie diese Möglichkeit der Präsentation nicht hätte. Sie muss kreativ sein, will etwas erschaffen, braucht diese Herausforderung, neue Projekte zu erarbeiten, sich in ein Thema hineinzuarbeiten. Sie muss neugierig sein dürfen, etwas lernen können, sich in der Kunst weiterentwickeln dürfen. Und sie nimmt die Dinge, wie sie kommen – seit ihre Hände beim Malen nicht mehr so gut funktionieren, hat sie den Pinsel mit der Kamera oder der Maus vertauscht und die Farben kreiert sie mit ihren Grafikprogrammen. Geht nicht, gibt’s nicht…


Wichtig im Kunstverständnis der Künstlerin ist zudem die Annahme, dass niemand eine besonders teure oder aufwändige Ausrüstung benötigt, um gute Kunst zu machen. Leopoldi arbeitet (momentan) mit den Dingen, die sie im täglichen Leben umgeben. Die Kamera ist die ihres Handys, die Leica Triple-Kamera von Huawei und der Predator, mit dem sie Grafikarbeiten macht, ist auch bereits in der günstigen Oberklasse, aber Leopoldi weigert sich, mehr Geld auszugeben, als nötig. Und deshalb sind auch die fotografischen Inszenierungen mit Dingen bestückt, die sich in ihrem Besitz befinden. So kann man Alufolie entdecken, Spiegel, Tische, “Herzensdinge”, eigene Motorräder…. Die kleine Skulptur “Eva.2.2020” ist beispielsweise von Leopoldi in Wachs modelliert, eingescannt und gedruckt mit dem 3-D-Drucker und nicht gegossen in Metall.

Kunst entsteht im Kopf und hängt nicht nicht vom Material ab – das ist ihre Devise.


Bei meinem Kunstprojekt “12 mal anders” habe ich es genossen, komplette Bühnenbilder in Originalgröße aufzubauen, habe sehr viel Zeit und Geld investiert, um das Equipment, die Lokalitäten und die nötigen Mitarbeiter etc. zu bekommen, die einfach in meinen Augen dafür nötig waren. Das war eine großartige Erfahrung – aber diesen Aufwand kann und will man nur einmal im Leben aufbringen. Im Hier und Jetzt möchte ich versuchen, mit möglichst einfachen Mitteln die gleiche Qualität zu liefern. Das ist eine Herausforderung, die sehr viel Spaß macht.

In der Menüleiste oben finden Sie die verschiedenen Kunstwelten von Eva Leopoldi.