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Kunstprojekt „12 mal anders“

12malanders – Menschen, Persönlichkeiten, Berufsbilder

Das mehrjährige „Kunstprojekt 12malanders“ (2011–2014) widmet sich außergewöhnlichen Menschen und seltenen Berufsbildern — Persönlichkeiten, die abseits gesellschaftlicher Normen ihre eigenen Wege gehen. Ausgangspunkt waren persönliche Begegnungen, aus denen eine vielschichtige künstlerische Annäherung entstand: zwischen Porträt, Beobachtung und erzählerischer Reflexion.

 

Idee & Hintergrund

Die Arbeit begann mit einer Entdeckungsreise zu zwölf (+1) Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten. Butler, Puppendoktoren, Zirkusartisten, Parfumeure oder Ocularisten — Berufe, die selten im Alltag sichtbar werden, standen im Mittelpunkt des Projekts.

12malanders versteht diese Begegnungen nicht als klassische Dokumentation, sondern als subjektiven Blick auf Persönlichkeiten und ihre Berufung. Die Werke erzählen Geschichten von Individualität, Mut und Vielfalt — getragen von der Frage, wie unterschiedlich Lebenswege gestaltet werden können.

Hier ein kleiner Video-Zusammenschnitt.

 

Gemeinschaftlicher Prozess

Auf meine Einladung entstand ein offener künstlerischer Dialog: Neben dem mitarbeitenden, angestellten Fotografen, nahmen eine Grafikerin sowie zwölf Autorinnen und Autoren aus Deutschland und Österreich die Einladung an und brachten ihre eigenen Perspektiven ein.

So entwickelten sich farbintensive Seidenmalereien, inszenierte Kunstfotografien (gemeinsam entwickelt mit dem Fotografen und mit Bühnenbildern, die ich selber handwerklich gestaltet hatte) sowie epische und lyrische Texte zu einer vielstimmigen Zusammenarbeit, in der unterschiedliche Ausdrucksformen gleichberechtigt nebeneinanderstanden.

 

Künstlerischer Ansatz

Die Arbeiten verbinden Malerei, Fotografie und Literatur zu einem narrativen Raum. Persönliche Notizen und subjektive Einblicke ergänzen die visuellen Werke und eröffnen eine Vielzahl möglicher Lesarten.

Im Zentrum steht nicht eine feste Wahrheit über die porträtierten Menschen, sondern die Idee, dass jede Begegnung neue Perspektiven hervorbringt — geprägt durch die Einzigartigkeit der Beteiligten und der Betrachtenden.

 

Porträt einer Frau mit halblangen roten Haaren und einem hellblauen Hut vor orangenem Hintergrund. Sie trägt ein blaues Trikot, neben ihr hängt ein dickes Artistenseil.
Natascha – Königin der Lüfte. Meine Interpretation einer Zirkusartistin.

 

 

 

Ausstellungsreise

Das Projekt entwickelte sich über mehrere Jahre hinweg zu einer Ausstellungsreise durch unterschiedliche Orte und Begegnungen. Ihren Abschluss fand diese Reise mit einer Einladung ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart — als sichtbarer Höhepunkt eines gemeinschaftlichen künstlerischen Prozesses. 

 

Begegnungen & Gesprächsrunden

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellungsreisen waren persönliche Begegnungen: Bei jeder Veranstaltung wurden vier bis fünf Menschen aus den porträtierten Berufsgruppen eingeladen, die in einer offenen Plauderrunde Einblicke in ihren Alltag und ihre Erfahrungen gaben.

Diese Gespräche erweiterten die Ausstellung über die visuellen Arbeiten hinaus und machten das Projekt zu einem lebendigen Dialograum zwischen Kunst, Realität und Publikum — eine unmittelbare Bereicherung für die Besucherinnen und Besucher, die den Menschen hinter den Bildern persönlich begegnen konnten.

 

Die Künstlerin und eine Falknerin unterhalten sich. Eine kleine Eule ist auch dabei.
Eine Falknerin war zu Besuch in Stuttgart. Ihre bezaubernde kleine Eule war sehr neugierig.

 

 

Publikation

Die Ergebnisse des Projekts wurden in einem umfangreichen Kunstband zusammengeführt, der die unterschiedlichen Stimmen und Arbeiten dokumentiert.

Zur Publikation

 

Making-of-Videos

Einige unserer Shootings haben wir in kleinen Videos eingefangen. 

Zu den Making-of-Videos von 12malanders

 

Jede Begegnung hinterlässt eine Spur — und jede Spur erzählt eine neue Geschichte.


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