Eine Galeriothek aus Bildern, Spuren und Entwicklungen.
Dieses Archiv versteht sich als Galeriothek — ein Ort zwischen Galerie und Bibliothek.
Hier erscheinen Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen meiner künstlerischen Entwicklung, nicht als vollständige Chronologie, sondern als Spuren eines fortlaufenden Prozesses. (Einfache Navigation über das Inhaltsverzeichnis links in der Mitte).
Nicht jedes Bild gehört in die Gegenwart — manche bleiben als Spur. Ich beginne im Heute — und folge den Spuren zurück.
Aktuelle Arbeiten / Gegenwart
Dialogische Prozesse zwischen Fotografie, Aneignung und generativer KI.
→ Zum Projekt „Dialog mit der Maschine“
→ Zum Projekt „Algobrush meets Louise Lawler“
→ Zum Projekt „Appropariation Art – Part II“
AlgoBrush Fiberpaintings
Textilien, Wolle und Gewebe treffen auf Blüten, Gemüse, Pfeffermühlen oder Lippenstifte — scheinbar fremde Materialien verbinden sich zu neuen Bildräumen. In Zusammenarbeit mit der bildgenerierenden KI Midjourney und anschließender Bearbeitung in Affinity entstehen daraus die #AlgoBrushFiberPaintings: digitale Gemälde zwischen Stofflichkeit und Surrealität.
Der Begriff „Fiber“ verweist bewusst auf Fasern — auf textile Materialien ebenso wie auf alltägliche Gegenstände, die man eher in Werkstatt oder Haushalt als in der Kunst erwartet. Genau diese Verschiebung interessiert mich: Sehgewohnheiten irritieren, Grenzen verschieben und aus vermeintlich Banalen neue Bildlogiken entwickeln.
Fotobasierte KI-Bilder
Eigene Fotografien bilden den Ausgangspunkt dieser Arbeiten. Mithilfe von Midjourney werden sie so verändert und weiterentwickelt, dass neue visuelle Aussagen entstehen — mal mit gesellschaftlichem oder ökologischen Bezug, mal aus reiner Neugier auf die Möglichkeiten der Technologie.
Die Bilder bewegen sich zwischen fotografischer Beobachtung und algorithmischer Transformation. Manche Serien entstehen aus inhaltlicher Auseinandersetzung, andere aus spielerischem Experimentieren — immer jedoch aus dem Wunsch heraus, Wahrnehmung neu zu denken und Bildideen sichtbar werden zu lassen.

Visuelle Übersetzungen
Abstrakte Begriffe werden hier zu Bildern. Themen wie Augmented Reality, Computer-Bug, Lese- und Rechtschreibschwäche, Neugier oder Schaffenshöhe🔗 dienen als Ausgangspunkte für visuelle Transformationen, in denen fotografisches Material und generative Prozesse miteinander verschmelzen.
Die Arbeiten versuchen nicht, Begriffe zu erklären, sondern sie sichtbar zu machen — als atmosphärische Annäherungen zwischen Idee, Wahrnehmung und Bildform. Manche entstehen aus inhaltlicher Auseinandersetzung, andere aus spielerischem Experimentieren mit den Möglichkeiten neuer Technologien.
Mein allererstes generiertes KI-Bild
Ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwester, die eine leidenschaftliche Näherin ist. (Ende 2022)
Techspressionistische Übergänge
Vor der Arbeit mit generativer KI entstanden fotografische Experimente mit Programmen wie Mirror und Glitch. In dieser Phase wurden digitale Eingriffe zu einem Mittel, Emotionen und Geschichten sichtbarer zu machen. Die Begegnung mit der Bewegung der Techspressionisten während der Coronapandemie verstärkte diesen Ansatz und markierte einen Übergang — vom bearbeiteten Bild hin zu dialogischen Prozessen mit generativer KI.
Narrative TV-Pics
Während der Coronapandemie entwickelte Arbeiten, in denen Filmsequenzen über das Smartphone neu gesehen, verfremdet und digital transformiert wurden. Zwischen Glitch-Ästhetik, Bewegung und Bildfragment entsteht eine Reflexion über Wahrnehmung, Transformation und die Idee einer sich ständig verändernden Wahrheit.
Zwei Kataloge sind in dieser Phase entstanden. – siehe Publikationen.
Kunstprojekt KUICO – Kunst in Coronazeiten
Kuico – Kunst in Coronazeiten ist eine Künstlerische Dokumentation der Corona-Zeit mithilfe von Fotografie und Text. Zusätzlich zu den 36 kreativen Teilnehmern, die Fotografien und persönliche Gedanken beigetragen haben, präsentiert dieses Projekt von mir auch die Meinungen und Statements von Menschen aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Medizin, Soziologie, Schulwesen, Psychologie, Philosophie, etc., denn Corona betraf alle Bereiche unserer Kultur. Das Projekt lief über den Zeitraum 2020 bis 2022. Unterstützerin dieses Projekts war die Fotografin Simone Naumann.
Begleitend zu diesem Projekt ist ein Buch entstanden – siehe Publikationen.
→ Presse & Stimmen zum Projekt
→ Zum Kunstprojekt „KUICO“
Selbstporträts / AlterEgos
Mehrere Figuren treten an meine Stelle: eine Schaufensterpuppe (2016), eine Metallskulptur(2017), eine aus Wachs geformte und per 3D-Druck vervielfältigte Figur (2020) sowie eine KI-generierte Erscheinung (2024). Jede „Eva“ markiert eine andere Phase meiner Arbeit und spiegelt zugleich die Frage, wie Identität, Körper und Autorenschaft im künstlerischen Kontext erscheinen können — mal materiell, mal digital, mal nur als Idee.
Kunstprojekt „Ich bin einfach nur Mensch“
Ein dialogisches Ausstellungsprojekt, das sich mit Vielfalt, Integration und gesellschaftlichem Miteinander auseinandersetzt. Statt dramatischer Bilder setzte das Konzept bewusst auf spielerische, fantasievolle und manchmal humorvolle Perspektiven, um Normalität neu zu denken und Ausgrenzung zu hinterfragen.
Begleitende Gespräche und Begegnungen erweiterten die Ausstellung zu einem offenen Dialograum, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern gemeinsam reflektiert wurde.
Auch zu diesem Ausstellungsprojekt ist eine Publikation entstanden: siehe Publikationen.

Kunstprojekt #AnalogTrifftDigital – Sie verlassen die Komfortzone
Dieses Projekt verband analoge Arbeiten mit digitalen Erweiterungen und verschob damit den klassischen Ausstellungsraum. Über Augmented Reality entstanden zusätzliche Bild- und Bedeutungsebenen, die erst im Zusammenspiel von Werk, Technik und Betrachter sichtbar wurden.
AnalogTrifftDigital versteht Kunst nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als offenen Prozess — einen Dialog, in dem Wahrnehmung, Beteiligung und Interpretation aktiv mitgestaltet werden. Diese Miteinbeziehung des Publikums war bei diesem Projekt eines der großen Anliegen von mir und meiner Ausstellungspartnerin Soussen.
Auch zu diesem Ausstellungsprojekt ist eine Publikation entstanden: siehe Publikationen.
→ Presse & Stimmen zum Projekt
→ Zum Projekt „Analog trifft digital„
Kunstprojekt #MachMaKunst – Ein Dada-Abend im Altstadttheater Ingolstadt
Ein dadaistisch geprägter Kunstabend, von mir initiiert und konzipiert, brachte Kunst aus klassischen Ausstellungsräumen auf die Bühne des Altstadttheaters und in die Räume des Altstadt-Theaters Ingolstadt. Gefundene Objekte, künstlerische Interventionen und gemeinschaftliche Beiträge regionaler Künstler verbanden Humor, Irritation und Reflexion zu einem offenen Erlebnisraum zwischen Theater und Ausstellung.
Das Projekt verstand DADA nicht als Klamauk, sondern als Einladung, Sehgewohnheiten zu hinterfragen und Kunst bewusst näher an den Alltag der Menschen zu bringen — spielerisch, zugänglich und dennoch ernsthaft – wobei auch hier der Spaß nicht zu kurz kam :).
→ Altstadttheater Programmzettel „Machma Kunst“




Kunstprojekt #12 mal anders
Ein mehrjähriges Kunstprojekt (2011–2014), das außergewöhnliche Persönlichkeiten und seltene Berufsbilder sichtbar macht — Menschen, die abseits gesellschaftlicher Normen ihre eigenen Wege gehen. Ausgangspunkt war meine intensive Begegnungsreise zu zwölf ganz besonderen Menschen, aus der Porträts, meine persönlichen Notizen, gemeinsam mit dem Fotografen Manfred Ehrenlechner inszenierte Fotografien, farbintensive Seidenmalerei sowie literarische Beiträge von zwölf Autoren und Autorinnen entstanden.
12malanders versteht sich als künstlerische Annäherung an Individualität und Berufung und verbindet unterschiedliche Disziplinen zu einer vielstimmigen Erzählung über Lebenswege, Wahrnehmung und die Vielfalt menschlicher Erfahrungen.
Neben dem Kunstband, den ich begleitend entstehen ließ, machte ich mich auf eine mehrjährige Ausstellungsreise des Projekts 12malanders, die unterschiedliche Orte und Begegnungen miteinander verband und im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ihren Abschluss fand — als sichtbare Spur eines gemeinschaftlichen künstlerischen Prozesses.
Das Kunstbuch zum Projekt: siehe Publikationen.
→ Zum Kunstprojekt 12malanders
→ Presse & Stimmen zum Projekt

Projekt #MonParis
Mehr als zwölf Reisen führten mich zwischen 2009 und 2011 immer wieder nach Paris — nicht nur zu Orten, sondern zu Spuren von Geschichten. Zwischen eigenen Fotografien und den Erinnerungen an Persönlichkeiten wie Henry Miller oder Jim Morrison entstand eine persönliche Kartografie der Stadt.
MonParis erzählt Paris nicht als geografischen Raum, sondern als innere Bewegung: ein Geflecht aus Blicken, Assoziationen und Momenten, in denen sich Realität und Vorstellung leise überlagern.






Kunstprojekt „Eine Künstlerin sieht Literatur“
Ausgehend von der Frage, wie unterschiedlich Leserinnen und Leser literarische Figuren im eigenen Kopf entstehen lassen, entwickelte sich das Projekt von den frühen Seidenarbeiten #EineMalerinSiehtLiteratur hin zu #EineKünstlerinSiehtLiteratur. Die Arbeiten übersetzen gelesene Geschichten in persönliche Bildwelten und zeigen, dass jede Vorstellung nur eine mögliche Version von vielen ist.
Seit der ersten Ausstellung im Herzogskasten Ingolstadt (2006) wächst das Projekt kontinuierlich weiter — getragen von der Faszination, Figuren jenseits filmischer Vorlagen neu zu erfinden und Literatur als offenen Raum für individuelle Bilder zu begreifen. Dieses Projekt wird in den nächsten Jahren auch als Kunstbildband erscheinen.
→ Zum Projekt #Eine Künstlerin sieht Literatur
Kunstprojekt #Aneignungskunst / Appropriation Art
Die frühen Arbeiten der Reihe AppropriationArt markieren den Beginn meiner künstlerischer Auseinandersetzung mit Aneignung, Übersetzung und multipler Bildaussage. Ausgangspunkt waren Werke der Kunstgeschichte, die nicht reproduziert, sondern in eine eigene visuelle Sprache übertragen wurden — geprägt von expressiver Farbigkeit, der Arbeit auf Seide und einer bewusst reflektierten künstlerischen Haltung.
In Anlehnung an theoretische Positionen zur „Übersetzung“ und zur Vieldeutigkeit von Wirklichkeit verstehe ich das Bild als offenes System von Bedeutungen. Aneignung wird hier zu einem dialogischen Prozess, in dem Herkunft, Kontext und neue Perspektiven nebeneinander bestehen dürfen. Eine Publikation dokumentiert diese frühe Werkphase als Grundlage einer künstlerischen Entwicklung, die bis in meine heutigen dialogischen und KI-basierten Projekte hineinwirkt.
→ Zur Seite #Aneignungskunst von Eva Leopoldi
→ Presse & Stimmen zum Projekt
Auch zu diesem Ausstellungsprojekt ist eine Publikation entstanden: siehe Publikationen.
Zwischen Aneignung und Dialog bleiben diese Arbeiten beweglich — erst im Blick der Betrachtenden setzen sie ihre Reise fort.























































































